Wir über uns
Die jungen Wilden, Rallye-, Rundstreckenrenn-, Bergrenn-, Slalom- und Motorradgeländefahrer des MSCE e.V. im AvD, eines Darmstädter Motorsportclubs, verließen Anfang der sechziger Jahre ihren Club und gründeten 1964 den Renn- und Touring-Club Eberstadt e.V. im ADAC.

Bereits 1965, im ersten Jahr nach der Gründung, fand die erste 'Nibelungenfahrt' statt. Sie gehörte damals zu den nicht ONS-lizenzpflichtigen Orientierungsfahrten. Starterzahlen zwischen 120 und 180 Teams waren die Regel. Sie kamen aus Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Viele heute noch bekannte Namen suchten mit der Herausforderung der Orientierungsaufgaben im Odenwald und im Ried fertig zu werden. Von 1968, der 4. Nibelungenfahrt ist überliefert, dass von 161 Startern nur 118 in Wertung das Ziel erreichten. Entweder waren es die schlammigen Wege im Ried, die schweren Orientierungsaufgaben oder technische Probleme, die die Teams zur Aufgabe zwangen.

Die 'Nibelungenfahrt' war bekannt dafür, dass sich in Sachen Orientierungsaufgaben hier die Männer von den Knaben schieden. Die Organisation war auch damals schon eine große Herausforderung. Jede Hand wurde benötigt, denn die damaligen aktiven Fahrer hatten nur einen Ehrgeiz: eine möglichst perfekte Veranstaltung von Fahrern für Fahrer zu machen. Eine Auswertung per PC gab es damals noch nicht, alles lief per Hand und Rechenmaschine. Siegerehrungen morgens zwischen 3:00 und 4:00 Uhr waren die Regel ... Aber trotz der vielen Arbeit waren alle an der Organisation Beteiligten stolz auf ihre 'Nibelungenfahrt'.

Doch leider zwangen politische und gesellschaftliche Veränderungen den Club, die bei Fahrern und Beifahrern in einem guten Ruf stehende 'Nibelungenfahrt' aufzugeben.

In den Jahren danach etablierte der RTCE das Darmstädter Autocross, zusammen mit dem Starkenburger Automobil- und Motorsport-Club e.V. im DMV: über viele Jahre eine erfolgreiche Veranstaltung, die leider dem Einspruch des Hessischen Landeswohlfahrtsverbandes zum Opfer fiel. Diesem Verband gehörten ca. 100 Meter einer asphaltierten Straße, die von Teilnehmern und Zuschauern genutzt wurde. Dies missfiel den Herren, und damit verschwand diese Veranstaltung aus dem Motorsportkalender.

Seiner Veranstaltungen beraubt, den zunehmenden Kosten des Motorsports ausgeliefert, schrumpften für lange Zeit die motorsportlichen Aktivitäten des Clubs und seiner Mitglieder auf ein Minimum ...

Bis dann aus Mitgliederkreisen die Idee geboren wurde, die 'Nibelungenfahrt' als Fahrt für historische Automobile wieder aufleben zu lassen:

Am 1. Mai 1998 starteten nach langer Pause wieder die ersten Teilnehmer zur 11. Ausgabe dieser Fahrt - einer Orientierungsfahrt für historische Automobile, die inzwischen wieder das Teilnehmerinteresse der frühen Jahre erreicht hat, aber auf rund 120 teilnehmende Teams beschränkt ist.

Der Einsatz bei und für die RTCE-Nibelungenfahrt schweißte die Mitglieder des Clubs zusammen, brachte neue Mitglieder und allen Beteiligten außer viel Arbeit auch viel Freude am Ergebnis - nämlich eine Oldtimerfahrt etabliert zu haben, die sich seit ihrer Neuauflage einen großen Freundeskreis im gesamten Bundesgebiet erworben hat.

Das ORGA-Team des RTCE und viele "hinter den Kulissen" engagierte Clubmitglieder erarbeiten fast jedes Jahr mit viel Kreativität eine neue, attraktive Veranstaltung. Viele weitere Clubmitglieder und Freunde kümmern sich als Helfer im Rallyezentrum und entlang der Strecke am Veranstaltungstag um einen reibungslosen Ablauf.

Befreundete Clubs wie der MSC 1970 Zwingenberg im AvD, die Akakraft e.V. an der TU Darmstadt, der MC Eberstadt e.V., der MSC Affolterbach, die Odenwälder Oldtimerfreunde und der Chauffeurverein Darmstadt sowie die Freiwillige Feuerwehr Brandau u.v.a. helfen aktiv bei der Durchführung der RTCE-Nibelungenfahrtenen und sind dadurch ebenfalls Garanten des Erfolgs.

Schauen Sie bei uns herein: Clubabend am 1. und 3. Donnerstag im Monat ab 20 Uhr (außer Feiertage).